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Verhaltensauffälligkeiten

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Verhaltensauffälligkeiten

Die am häufigst auftretenden Probleme unserer Hunde sind:

1.) Probleme beim Spazieren gehen
2.) Bellen
3.) Hyperaktivität - zu wenig Bewegung
4.) Zu viel Zuneigung - zu wenig Zuneigung
5.) Aggressionen zwischen Hunden oder gegen Menschen

Albert Einstein sagte einmal: "Das Universum und die Dummheit der Menschen sind unendlich! Obwohl beim Universum bin ich mir nicht ganz sicher!"

1.) der richtige Spaziergang
Seien wir doch einmal ehrlich - wie oft sehen wir Hundebesitzer die von ihren Hunden durch die Gegend gezogen werden. Den Nichthundebesitzer wird dies amüsieren, aber für die Frauen die einen 50 kg Rottweiler bändigen müssen ist der tägliche Spaziergang immer wieder eine Tortur. Und hier beginnt sich eine Spirale zu drehen die kein Ende hat. Der Hund soll um Aggressionen vorzubeugen schnell und ausdauernd trainiert und bewegt werden; das Herrl geht aber im Super-Langsamschritt oder telefoniert noch nebenbei und der Hund hat von einem 50 min. Spaziergang genau 120 Kalorien abgebaut!!! Da er aber nicht folgt können Sie ihn auch nicht von der Leine lassen. Radfahren oder Joggen gibts nicht! Ja, wie soll der Hund dann auch seine Energie abbauen?
Sind die Besitzer schon etwas älter und können dem Hund nicht genug Bewegung verschaffen empfiehlt sich ein Dogsitter.
Regeln: Nimm dir Zeit! Keine Hochspringen erlaubt: Erst wenn der Hund entspannt ist gehts los. Nimm keine Rollleine, lass den Hund nicht sofort sein Revier markieren und bleib nicht jedesmal stehen wenn er dauernd schnüffeln will. Der ideale Spaziergang beginnt nach einem ruhigen Anfang neben mir mit einer 5 min. Schnüffel- und Pinkelzeit an dem von mir gedachten Platz. Der Spaziergang soll dir Freude bereiten, ansonsten spürt der Hund sofort deine Missstimmung oder deine Hektik. Es ist etwas besonderes mit seinem Hund eine Stunde zu verbringen. Also genieße sie auch. Ein Hund folgt seinem Rudelführer nur dann,  wenn dieser auch eine Aufgabe oder Absicht hat; er folgt dem Leittier.
Nimm Belohnungsstücke mit der er sonst nicht bekommt, ein Spielzeug, daß es nur beim Spazierengehen gibt. Damit erreichst du eine besondere Situation - der Hund darf nach seiner Pinkelpause neben oder leicht hinter mir herlaufen. Geh etwas schneller und sei in den Gedanken bei deinem Hund und nicht im Büro. Danach bewegen wir uns gemeinsam vorwärts - er soll sich auf dich konzentrieren und nicht von anderen bellenden Hunden oder Passanten ablenken lassen. Nach einer guten Viertelstunde belohnst du ihn wieder mit einer kurzen Pause wo er schnüffeln darf und sich der Natur widmen. Gehe nicht immer den selben Weg, mach den Spaziergang abwechslungsreich. Hunde lieben zwar Rituale und ständig wiederkehrende Abläufe in den eigenen 4 Wänden, dann können sie uns auch besser akzeptieren. Aber Abwechslung beim Gassi gehen fordert den Geist. Gib ihm nach dem Spazierengehen frisches Wasser und eine Belohnung. Damit ahmen wir natürliche Prozesse nach - gemeinsam jagen, gemeinsam heimkehren, Beute teilen etc.

2.) Bellen
Fakt:: Hunde bellen
Hundegebell ist eine Art der Kommunikation untereinander. Und es gibt jedesmal einen Grund warum ein Hund bellt.
Wir müssen lernen dieses Kommunikation richtig zu deuten, denn es gibt verschiedene Arten von Bellen. Wenn wir das "hören" können, werden wir auch verstehen was uns unser Hund mitteilen möchte.
a.) fortlaufendes Bellen, übertriebendes exzessives Bellen
b.) den Besitzer anbellen - Begrüßung - Aufmerksamkeitsbellen
c.) Aggressives Bellen - andere Hunde - Abwehrbellen
d.) Frustbellen - z.B. bei Ketten- und Zwingerhunden (trauriges Bellen)
e.) Angstbellen

Meistens erhält der Hund wenn er bellt Aufmerksamkeit - man widmet sich ihm sofort und sagt gleich "pfui" oder "aus".
er hat erreicht was er wollte: "Aufmerksamkeit!" Am traurigsten klingen die Frustbeller - ihnen bleibt oft nichts anderes als das einsame bellen. Vielleicht hört mich ja einer und schenkt mir Aufmerksamkeit. Wenn ein Hund bellt werden Glückshormone ausgeschüttet - er belohnt sich praktisch selbst bekommt er nicht anderswo seine Möglichkeit Endorphine zu erzeugen.  Das Angstbellen ist ein sehr hoher Ton und entsteht bei einem Angriff durch einen Artgenossen oder durch eine Phobie bedingt.
Selten treten auch sogenannte Wachbeller auf - hat aber nicht mit dem Bellen zu tun, wenn jemand mit dem Auto hupt oder an der Eingangstür klingelt.
Vergiß nicht: bellen ist natürlich für einen Hund. Du kannst ihn mittels eines Kommandos korrigieren oder physisch auf ihn einwirken. Aber damit ist es nicht getan. Nach einer kurzen Pause wird er wieder anfangen. Deshalb bleib geduldig und versuch die Situation oder das Objekt oder die Person die er anbellt als dein Eigentum zu beanspruchen. Bau eine unsichtbare Wand zwischen dem Objekt und deinem Hund auf und erlaube ihm nicht diese Linie zu übertreten. Dein Hund muß bei einer Raumbeanspruchung immer einen Schritt zurückweichen, denn nur dann geht  auch in seinem Kopf das Problem zurück.
Sorge dafür das dein Hund mehr Herausforderungen im Alltag hat - er braucht eine Aufgabe - egal ob mental oder physisches Training oder Obedience - du findest sicherlich etwas das euch beiden Spass macht.
Bei exzessivem Dauerbellen korrigiere ihn bis er sicht beruhigt und dann darf er als Belohnung eine Fahrradtour mit dir machen. Danach gibt es keinen Grund mehr zum bellen, denn die frustrierte aufgestaute Energie im Körper und Geist ist dahin.
Wichtig dabei ist es dem Hund das Bellen nicht zu verbieten oder mit lautstarken Gesten den Hund beschwichtigen wollen. Geh der Ursache auf den Grund und erkenne den wahren Ursprung - dann kann man reagieren und der Hund braucht dir die Situation nicht "anzubellen". Was war der Auslöser? Zeig deinem Hund "DANKE" für die Meldung, aber ich als Rudelführer regle jetzt die Situation.
Nimm dir Zeit und beobachte genau das Bellverhalten deines Hundes - du wirst sehen wieviel verschiedene Bellvarianten dein Hund auf Lager hat. Wir reden ja auch mit Menschen - also erlauben wir auch dem Hund mit seinen Artgenossen  zu "sprechen".

3. Hyperaktive Hunde - wohin mit der Energie?
Die Gründe für extrem nervöse und hyperaktive Hunde können vielerlei Ursachen haben. Genetisch, Fehler in der Sozialisierungsphase, Rassetypisch oder einfach nur zu wenig Bewegung.
Auffallend ist das solche Hunde nach Aufmerksamkeit streben und suchen. Ignorier es vorerst. Dann wird er versuchen hochzuspringen und dich anschupsen - nicht ansprechen - nicht ansehen - nicht berühren. Danach wird er sich beruhigen. Jetzt ist es Zeit für eine Belohnung . wirf ihm ein Leckerlie auf seinen Platz. Aber nicht angreifen und streicheln, sonst geht es wieder von vorne los. Hyperaktive Hunde haben psychologische Bedürnisse, weniger physiologische. Deshalb gib deinem Hund einen Job und kanalisiere seine unkontrollierbare Energie. Wichtig ist das diese Aufgabe einen klar definierten Anfang hat und ein Ende. Nutze seine Fähigkeit die Nase einzusetzen - Fährtenarbeit ist ideal, bleibe aber immer ruhig und bestimmt - der Hund ist dein Spiegebild.
Beginne aber meist mit einem langen Spaziergang, Lauf oder Fahrradtrip - "take the energy away from the body and you will get to dogs mind". Fordere deinen Hund - körperliche Anstrengungen sorgen zugleich für eine emotionale und geistige Enstspannung.
Versuche mit Aromatherapien z.B. mit Lavendel haben gute Ergebnisse gebracht und entspannen deinen Hund schneller und auf natürliche Art und Weise. Dein Tierarzt wird dir dabei behilflich sein.


4. Zuneigung ist wichtig - aber im richtigen Moment
In der Welt der Tiere sind diejenigen die nach Gefühlen, Geborgenheit und Zuneigung suchen immer die Schwachen. Streicheleinheiten dienen zum Zweck der Sozialisierung innerhalb eines Rudels. Ein Rudelführer lässt sich kraulen und nicht umgekehrt. Viele Hundebesitzer machen den großen Fehler, sich ständig um das Wohl des Hundes zu bemühen. Hier sei noch einmal gesagt: "Ein Hund ist kein Kind!" Zuviel Zuneigung ist nicht "natürlich" und nur etwas für schwache Menschen. Schenkst du deinem Hund ständig Aufmerksamkeit? Reagierst du sofort wenn er dir ein Zeichen gibt? Ja! Dann bin ich mir sicher daß "ER" der Chef im Haus ist. Ein Rudelführer hat seine Angestellten die alle seine Wünsche erfüllen. Um Punkt 18.00 Uhr wird mein Fressen serviert, wenn ich zur Tür gehe öffnet man mir gerne. Ein kurzer Sprung auf die Couch zum Frauchen und schon bekomme ich eine Fellmassage. Kurz mal Männchen machen und schon fliegt ein Keks in mein Maul. Will ich hinterm Ohr gekrault werden, dränge ich mich an mein Herrchen und schon kommt die Hand und sorgt für Entspannung. Nur ein König hat sein Personal das sich ständig um ihn kümmert. Ich, der Mensch, entscheide wann es Zuneigung gibt und wie oft und wo! Zuneigung ist Teil einer Belohnung wenn er etwas gemacht hat, was ich von ihm erwartet habe. Zuneigung ist auch ein zufriedener Blick. Der Hund versteht sicher was du denkst und in dem Moment fühlst. Auch die Stimme kann einen Hund belohnen. Was du sagst ist nicht wichtig sondern wie du es sagst - denn deine Körpersprache spiegelt das Gesagte.
Also: handle nach dem Prinzip - Bewegung (60%) - Disziplin (30%) - Zuneigung (10%)

5.) Warum entstehen Aggressionen?
Im Allgemeinen entstehen Aggressionen aus Frustration und aus Dominanzgründen. Aber auch aus medizinische Gründe können Auslöser sein. Bei Verdacht oder bestehender Aggression konsultiere vorab deinen Tierarzt. z.B. Schilddrüsenprobleme werden immer öfter als Ursache für Aggressionen diagnostiziert. Sind keine Anzeichnen eines Krankheitsbildes zu erkennen können  wir diesen Grund somit ausschliessen. Erkennt man die Ursache für das Aggressionsverhalten ist eine Therapie nicht allzu schwer. Kann Dein Rüde seine Männlichkeit auch ab und zu ausleben?
Frustrationsaggression entsteht meist aus Mangel an geistiger wie körperlicher Bewegung und die aggressive Dominanz kommt davon daß die Hundebesitzer keine Rudelführer sind und die Körperhaltung sowie die Einstellung zum Hund nicht ruhig und bestimmt ist.
Ändern kannst du die Situation nur dadurch, daß dir klar wird daß du der Rudelführer sein mußt und das Tier in dem Hund siehst. Deine Umgangsformen, deine Haltung, deine Gedanken und dein Wille muß sich ändern - denn dominante Hunde folgen nur einem Packleader der ausgeglichen ist und dem sie vertrauen. Wenn man seinen Hund als Tier sieht und ihn auch so behandelt und man seine innere Einstellung ändert, passiert  auch im Menschen eine Veränderung im positiven Sinn. Menschen werden dadurch ruhiger, denken mehr nach, füllen ihren Tag sinnvoller aus und verbringen nicht viel ihrer Freizeit vor dem Fernseher.
Dasselbe gilt für dominante Hunde - körperliches Training ist immens wichtig, denn dabei baut sich die aufgestaute Energie auf natürlichem Wege ab. Hunde müssen laufen, spielen, geistig arbeiten -dann sind sie empfänglich für Signale und ihr Hirn kann mit uns kommunizieren. Ein Hund kann immer nur eine Sache im Kopf haben und wenn er einen anderen Hund fixiert oder den Postboten muss ich ihn auf positive Dinge kanalisieren - ich lenke ihn ab durch Bewegung und Freude am Laufen beim Fahrradfahren oder joggen muss er sich auf mich konzentrieren oder auf sein Lieblingsspielzeug in meiner Hand. Hol seine Energie aus seinem Körper und du gelangst zu seinen Gedanken.
Desweiteren habe ich festgestellt, das unkastrierte Rüden ab dem 5. Lebensjahr zu Dominanzaggressionen neigen, wenn sie ihrem natürlichen Drang Nachkommen erzeugen zu wollen nicht nachkommen können. Es ist unnatürlich, einen Rüden nie eine Hündin bespringen zu lassen. Aufgestaute Frustration und überhöhter Homonspiegel können auch ein Grund dafür sein.

„Es gehört mehr Mut dazu, seine Meinung zu
ändern, als ihr treu zu bleiben.“
Hebbel


 
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