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Kommunikation

der Hund

KOMMUNIKATION
Hunde beanspruchen einen höchst individuellen und artgemäßen Umgang - sie sind Individuen und ihre Kommunikation erfolgt im Große und Ganzen durch Schwingungen und durch Gesten. Die dadurch entstehende Energie ist die Basis für ein funktionelles Zusammenleben - stimmt die Energie zwischen Mensch und Hund nicht ist eine harmonische Partnerschaft weit entfernt.

"Wer selbst recht ist, braucht nicht zu befehlen: und es geht!
Wer selbst nicht recht ist, der mag befehlen: doch wird nicht gehorcht!"
(Konfuzius, Gespräche Lunyü)


Wir Menschen kommunizieren andauernd. Etwa 60 % unserer Kommuikation sind unbewußt nonverbal. Ca. 35 % kommunizierem wir verbal und die restlichen 5 % sind bewußt nonverbal. Viele Hundeführer kommunizieren mit Ihren Hunden über 80% bewußt verbal - und gerade deswegen verstehen die Hunde sie nicht. Dabei reagiern sie auf die geringsten Gesten und auf unsere positiven oder negativen Schwingungen. Unser Hund spürt sofort ob sie es auch wirklich so meinen - sich zu verstellen hat keinen Sinn. Die verbale Kommunikation hat für unseren Hund den niedrigsten Stellenwert. Manchmal denken wir uns eine bestimmte Situation aus und sind überrascht, daß der Hund diese dann auch ausführt - ganz einfach, er spürt unsere Schwingungen. Wenn ich innerlich Angst habe vor einer bedrohlichen Situation nützt es nichts den Hund mit ruhigen Worten zu beschwichtigen. Er spürt deine Angst und hört nicht auf deine Worte: Schwingungen + Energie = Reaktion.

Hunde verstehen es nicht warum sie beim Kommen "vorsitzen" muessen - sie tun es uns zuliebe, wissen aber nicht warum! Wir müssen dem Hund Regeln vermitteln, in denen er sich frei bewegen und entfalten kann. Verlange ich 100% iges Gehorsam, dann habe ich zwar einen perfekt trainierten Hund - aber keinen Partner. Wollen wir jedoch in unserem Hund einen Partner sehen, dann benötigt dies viel Einfühlungsvermögen, Wissen und Verstand - dann können wir von Kommunikation zwischen Hund und Mensch sprechen. Dabei dürfen wir nie vergessen daß der Hund so anders als wir Menschen sind. Behandeln wir ihn auch dementsprechend.
Wir sollten uns einmal die Zeit nehmen und uns darüber im Klaren werden daß dein Hund die Welt ganz anders sieht als du. Er geht auf 4 Beinen, wir auf 2; für ihn ist alles um ihn herum viel größer, seine Weltanschauung können wir nur schwer verstehen, außer man hat sich schon mal eine Stunde lang auf allen Vieren durch ssein Haus und Garten bewegt. Danach wird man vieles leichter verstehen. Seine Wahrnehmung beruht nicht wie beim Menschen in erster Linie durch die Augen sondern durch die Nase, Instinkt, Augen, Ohren, Gesten und Motorik.
„Der Glaube erzeugt die Tatsachen.“
Man kann kein Buch schreiben mit einer allgemeinen Anleitung. Viele Faktoren beeinflusssen eine Bindung und gute Kommunikation zwischen Hund und Mensch. Vor allem kommt es aber auch auf die Rasse an, auf die Energie des Hundes, sein Temperament, seine Aufmerksamkeit, seine Fähigkeit zu lernen. Mit einem deutschen Schäferhund muss man ganz anders arbeiten und trainieren als mit einem Jack Russel Terrier oder einem Berner Sennenhund. Einen Unterschied machen auch die Lebensumstände, der Wohnort und Familienkonstellation.
Regeln sind wichtig: nimm ein Blatt Papier und schreibe dir die Regeln für deinen Hund auf
- kein zerkratzen der Haustür
- mein Essen ist  nicht sein Essen, betteln gibts nicht
- gewisse Räume sind tabu z.B. Badezimmer, Schlafzimmer, Sofa etc.
- es wird nichts vom Tisch gestohlen
- wir kläffen nicht dauernd in Abwesenheit meines Herrchen
und dann schreib dir die Regeln für dich auf - welche Pflichten hast du deinem Hund gegenüber:
- ich sorge für genügend Auslauf, ermögliche Energieabbau
- ich lasse ihn in Ruhe beim Fressen
- bei zuviel Wirbel und Hektik kann er sich zurückziehen
- ich "beschütze" ihn z.B. von wild tobenden Kindern - sie müssen lernen ihn als HUND zu akzeptieren
- ich lasse ihm seine Freiheiten beim spazieren gehen, kommandiere ihn nicht unnötig im Haus umher etc.
- wir erarbeiten gemeinsam Alltagssituationen
- ich betrachte ihn als "Hund" und behandle ihn auch dementsprechend.

Kommuniziere so viel wie möglich mit deinem Hund nonverbal, denn damit erreichst du, dass er dich beobachtet was du tust und nicht umgekehrt - es ist wie eine unsichtbare Leine; wenn du das schaffst hast du eine perfekte Bindung zu deinem Hund. Beobachte deinen Hund und seine Reaktionen, dann wirst du ihn und sein Handeln auch besser verstehen. Dafür gibt es Übungen dies zu perfektionieren.
Mich überrascht immer wieder wie laut und rabiat es auf den Hundekursplätzen zugeht. Hier wird teilweise gebrüllt, gedroht, geschimpft und körperlich auf den Hund eingewirkt. Nur selten sieht man die wahren "Hundeflüsterer" und Trainer die mit einem Lächeln bei der Arbeit beobachtet werden. Dies hat einerseits die Ursache das sie glauben sonst nicht ernstgenommen zu werden. Für das Gehör eines Hundes muss das wie Bombenalarm klingen. Die Wirkung eines leisen Kommandos kombiniert mit positiven Gedanken ist Balsam für das Gemüt deines Hundes - und du wirst ganz automatisch zum "Hundeflüsterer".

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